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Thema »WANDELN – Sonntag 16.3. – SELBSTVERSUCHEN, Woche 2«
WANDELN – Sonntag 16.3. – SELBSTVERSUCHEN, Woche 2
Liebe LeserInnen des Fasten-Wegweisers WANDELN. Hier ist Platz zum Austauschen über die Seite des Tages. Auf ein kritisches, tiefes, gläubiges, frohes, leichtes Austauschen :)
So. Jetzt bin ich über eine Stunde mit dem heutigen Text buchstäblich spazieren gegangen. Und ich kann ganz lange mit, vielleicht ist da für mich zu wenig Zutrauen in Adams geistige Fähigkeiten, vielleicht sind da zu wenige Bilder der Kunstgeschichte in mir.
Und der Vorgang des Häutens ist ein genialer, lebenslanges Sich-entwickeln, Wachsen, das, was nicht mehr passt, abstreifen und zurücklassen.
Und nein, eigentlich will ich jetzt nicht die Bibel aufschlagen und nachlesen, was ich denn an Entsprechungen wiederfinde.
Eva IST neugierig. Aber inwiefern lässt sie die Schlange "sein"? (Und Adam es ggf nicht?)
Ich sehe: Da ist Interaktion, da ist Verlockung, da ist Verstoß. Und die Schlange dabei (als doch aktiven Part) sein lassen?
Ich verstehe es nicht und bin auf eure Gedanken gespannt.
Herzlich
Rahel
Schlange
Rahel, ich hatte mich schon von dieser Seite abgewandt, vermelde jetzt nur, dass mir der Text keine sinnvoll-schreibbaren Assoziationen beschert.
Mal sehen, wer den Text knackt :-)
Die Negativprägung bezüglich Schlange bewirkt, dass ich die Geschichte mit Mose und der ehernen Schlange auch nicht deuten kann (4. Mose 21,6-9).
Auch Wiki hilft mir da nicht weiter….
Dir und allen hier einen schönen Sonntag :-)
Die Schlange
Die Schlange ist ein sehr interessantes Tier. Und Tiere sind nunmal so wie sie sind. Warum sie in der Bibel den Teufel symbolisiert und sich ins Paradies einschleicht, um Adam und Eva zu verführen, erschließt sich mir nicht? Und warum Gott in dieses Paradies ausgerechnet einen Baum pflanzt, an dessen Früchte man nicht dran darf, erschließt sich mir auch nicht? Und warum er es zuließ, dass da böse Schlangen herum laufen, die die Menschen zum Sündigen verführen, erschließt sich mir noch weniger. Die Schlange musste als Sündenbock herhalten nachdem Adam in den Apfel biss und sagte: Die Eva wars, die hat mich verführt. Und Eva sagte: Die Schlange wars... Die Schlange findet sich im übrigen auch symbolisch in dem Buchstaben A bei den Apotheken, wie sie sich um dieses Symbol herumwindet. Und es gibt ja auch heilsame Schlangengifte die in der Medizin genutzt werden. Warum wird die Schlange als böse dargestellt? Ja, sie ist klug. Aber seid klug wie die Schlange, heißt es in der Bibel auch...
Schlange
Gutn Morgen zusammen,
den heutigen Text habe ich nun mehrmals gelesen:
Dann habe ich erst einmal Wikipedia aufgemacht und über Schlangen gelesen.
Auch unter männlichen Tieren gibt es Kämpfe um ein Weibchen. Wobei dabei kein Tier tötlich verletzt wird, sie versuchen sich gegenseitig niederzudrücken.
Das erscheint mir eine sehr friedliche Art, sich fortzupflanzen.
Sie wachsen ihr ganzes Leben und müssen sich auch daher häuten - unterliegen also einem ständigen Wandel.
Dise Bild, dass sie nach abgeschlossener Häutung glänzt, wie eine Auferstandene, finde ich sehr schön. Wsndel - und in neuem Glanz erstrahlen.
Dieser Wandel ist für mich das Stichwort für uns:
Wir wandeln und verändern uns (oder sollten es tun!!!)- möglichst das ganze Leben.
Zuletzt wenden wir uns dem Tode zu - wandeln in ein anderes Leben - so dürfen wir glauben.
Nicht nur Eva ist neugierig - ich denke auch der hier etwas unsicher wirkende Adam. Das ist nun mal eine Grundeigenschaft der Menschen. - 2-
Schlange -2-
Was wären wir, wenn wir nicht zeitlebens in unserer Menschheitsgeschichte neugierig gewesen wären?
Schlangen haben etwas geheimnisvolles und können starr und gefährlich schauen/lauern. Diese Eigenschaft brauchen sie zuallererst, um zu jagen.
Eva lässt Frau Schlange Schlange sein. Sie weiß, dass die Schlange stark ist,schlau, geheimnisvoll; schwer zu greifen und schwer zu verstehen.
Die Menschen mussten und müssen mit der Schöpfung leben und lassen leben und fliehen, wenn es ihnen zu gefährlich und unheimlich wird.
Ich verstehe das so, dass Adam und Eva, die Menschen ihren Weg gegangen sind, und Frau Schlange Schlange sein lassen. Das hindert sie nicht, den Lebensraum der Tirwelt u.ä. zu zerstören.
Die Schlange war das klügste von allen Tieren des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte. Genesis 3,1
Dieser Text ist von einr Schlange umringelt - die nächste Woche steht unter dem Stichwort "verbinden". Die Schlange könnte uns da weiter führen.!!!
Schlange
Liebe Wandelnde,
weil ich mich hier in diesem Jahr zum ersten Mal zu Wort melde, seid zunächst alle herzlich gegrüßt!
Mein erster Impuls heute war, ein als Schlange erkennbares großes Fragezeichen an den Rand zu malen. Hab ich dann gelassen, weil ich abwarten wollte, was sich hier so tut. Es beruhigt mich, dass sich euch der Text auch nicht ohne Weiteres erschließt.
Dank Rahel (7:43 Uhr) und Johannes (9:38) habe ich nun schonmal das lebenslange Wachsen und das regelmäßige Häuten für mich als die zentrale Wandelbotschaft des Tages entdeckt.
Deine Fragen, Luxi (8:05), habe ich mir auch schon öfter gestellt. Meine laienhafte Antwort bisher: Gott hat dem Menschen mit dem Baum der Erkenntnis Entscheidungsfreiheit geschenkt. Wir dürfen oder müssen bei allem was wir tun, entscheiden wie wir uns verhalten. Und so oder so macht unser Handeln einen Unterschied (Jane Goodall, siehe 8.3.).
Isabel
Guten Morgen in die Runde...
mir fehlt der Zugang zum heutigen Text, abgesehen vom Wachsen,Häuten und Wandeln ebenfalls.
Das ist mir im übrigen neu, daß sich die Schlange ins Paradies geschlichen hat, Luxus, ist sie kein Geschöpf Gottes?
Und in den Tiefen meines passiven Bibelwissens erinnere ich mich daran daß der Mosesstab zunächst eine Schlange war, oder?
Hallo ihr Lieben,
stellt euch mal vor, im Paradies hätten Adam und Eva die Schlange verscheucht....
dann würden wir weiter im Paradies leben, nackt und auf dem Niveau vielleicht von Menschenaffen.
Wir wären auf jedenfall nicht wir selbst.
Die Schlange ist weiblich. Klug, listig, Superheldin. Sie wird verehrt und gefürchtet. Eva ist neugierig - ohne Neugierde kein Wissen.
Vielleicht ist Eva dem Adam überlegen. Geistig. Weil Adam aber stärker ist und gerade die Zeit des Patriarchats beginnt, werden DIE Schlange und DIE Frau verteufelt, als böse und falsch diffamiert, der Sünde bezichtigt. Auf ewig. Bis heute.
Höchste Zeit für Andere Zeiten !!!
Mäandera
Ich habe ja noch die Sichtweise über Schlangen verstanden, aber dann wusste ich nicht, worauf der Text hinauswollte.
Schlangen sind nicht so schlecht wie ihr Ruf ist für mich das Fazit.
Und ansonsten erinnert es mich an des Kaisers neue Kleider , wenn ich da jetzt mehr drin zu sehen versuche.
Aber das ist ja das Glück, dass verschiedene Texte verschiedene Menschen ansprechen. Und dieser Text war heute einfach nicht für mich, sondern für andere. Das passiert eben!
Mit sich selbst Schritt halten
Guten Morgen liebe Wandelnde,
Ich komme mit dem heutigen Text nur schwer klar, auch nach mehrmaligem Lesen verstehe ich ihn nur bruchstückhaft.
Vier Sätze sprechen mich sehr an: "Und sie wächst ihr ganzes Leben. Um mit sich selbst Schritt zu halten, häutet sie sich. Dann werden ihre Augen trüb und ihre Schuppen matt. Und ist der Wandel vollbracht, glänzt sie wie eine Auferstandene"
Das kenne ich aus meinem eigenen Leben. Besonders in Übergängen von einer Lebensphase in die nächste, habe ich auch "Häutungen " erlebt, die manchmal schmerzhaft und anstrengend waren, neue Lebens- und Denkweisen erforderten und letztendlich zu Veränderungen führten. Da ist es manchmal auch schwer mit sich selbst Schritt zu halten, weil der Kopf manchmal schneller ist, als das Herz oder umgekehrt.
"Dann werden ihre Augen trübe...." bedeutet für mich , nicht mehr das Außen , in den Blick zu nehmen, sondern nach innen zu gehen, sich Zeit nehmen , dem Wandel Zeit geben.
Isabell
Hallo Isabell,
danke für Deine Definition des Baumes der Erkenntnis. Ht mir gut getan und führt mich weiter.
Mäandera:
Msnn und Frau im Gleichschritt, sich ergänzend - fände ich besser. einGrund, warum ich tnze, weil sich Frau und Mann dort harmonisch ergänzen, wenn jeder seinen Part tanzt und sich mit dem Anderren, der Andren ergänzt.
iebe Grüße
Johannes
Hingeben oder seinlassen
Guten Morgen,
vielleicht will der Text uns alle daran erinnern, dass in uns allen auch ein Stück Schlange steckt. Wandelbar und sich den Umständen anpassend.
Sich darüber bewusst zu sein, dass wir selbst immer für uns entscheiden können, wie wir leben wollen. Ob wir uns Versuchungen hingeben oder sie sein lassen ....
Schönen Sonntag
Ich hänge immer noch:
Eva hat die Versuchung ja gerade nicht sein lassen...
Liebe Mäandra, die Hintergründe um Frauenrolle und aufkommendes Patriarchat sind mir im Grunde klar.
Warum aber das sein lassen?!?
Auch ich durfte länger überlegen, was will der Text MIR sagen.
DIE Schlange gibt's nicht. Ich lese verschiedene Eigenschaften, Eigenheiten und Ansichten. Es gibt Schlangen die sich auf Bäume winden, Schlangen die würgen, die giftig sind, die ihren Kiefer ausrenken um zu schlingen, und Schlangen die sich gegenseitig wärmen ....
Sich Häuten können bedeutet auch eine Zeitlang verletzlicher zu sein, und auch wie Neugeborene zu strahlen.
Auch wir Menschen , sind jede und jeder anders, sind verschieden, mit Eigenschaften die als Stärke oder Schwäche, als Kraftquelle und Verletzlichkeit angesehen werden können.
Ich möchte mitnehmen: auf andere Seiten und Eigenschaften gucken, nicht in Eine Schublade stecken. Nicht die Tiere, nicht eine Schlange und nicht die Mitmenschen.
Und ich erinnere mich an die Schlange, eine schwarze Kreuzotter, genannt Höllenotter uns vor die Füße geschlängelt ist. Name klingt furchterrend. Wir haben sie bestaunt. Und gefährlicher ist sie auch nicht
Mir kommt grad, ob es vielleicht erhellend wäre, mal kurz die Perspektive zu wechseln? Also mal raus aus der Geschichte - und hin zu den Erzählern dieser Geschichte.
Die haben vielleicht eine Erklärung dafür gesucht, warum ihr Leben so schwer ist?Warum ist alles so mühsam?
Warum leiden und sterben Menschen?
Sie erkennen, dass sie unter der Zweiheit leiden, dass es Gut u n d Böse gibt.
Sie erkennen, dass Erdendasein bedeutet,
zu leben u n d zu sterben
Frieden u n d Krieg
Mann u n d Frau
Gott u n d Mensch…
Die Schlange im Wandeln Text
wird positiv gesehen. Sie verführt ja letztlich dazu, dass der Mensch die Einheit verlässt, um sich in der Zweiheit zu bewähren. Eigentlich eine Emanzipation, ein Erwachsenwerden.
Das Mutmachende
- dass er das schaffen kann-
seh ich in den Qualitäten
der Schlange: stark, schlau, geheimnisvoll, megagewitzt….
Mehr Schlange -sein in unseren Tagen, anstatt uns ohnmächtig und gelähmt zu fühlen
wünscht sich
Ann-Sophie
Letzter Satz im Text: Und lässt Frau Schlange sein.
Kurz davor: Schreibende und Malende haben einen dritten Akteur gebraucht. Die Schlange als Teufel?
Adam und Eva haben die Schlange nicht verjagt. Sie haben sie ihre Rolle als Verführerin spielen lassen.
Ann-Sophie, ich finde deine Idee gut, sich in der jetzigen Weltsituation und Verunsicherung wie eine Schlange zu verhalten.
Nicht in Passivität zu verharren, sondern aktiv zu werden. Aber schlau, gewitzt, einfallsreich. Alle Fähigkeiten, die uns zur Verfügung stehen, ausnutzend. Am besten wirkt die Weisheit der vielen.
Euch einen schönen Abend
Mäandera
megagewitzt
... das ist mein Fazit am heutigen Abend. Der Text ist selbst das, was er ausdrückt, ich muss ihn nicht bis ins Detail verstehen, kann aber den vielfältigen Gedankenanregungen/Impulsen folgen und mal wieder ... breit grinsen. :))
Merci.
Jetzt habe ich Euch alle gelesen und frage mich, wandelt man sich selbst (Selbstoptimierungswahn ;-) oder wird man gewandelt?
Liebe Grüße
Grace
Frau lässt die Wandlung sein? :)
Schlange
“Und lässt Frau Schlange sein.“
Diesen Satz könnte frau zweierlei interpretieren:
Eva als Frau möchte sich wie eine Schlange (s. Deren Eigenschaften) verhalten, wie eine Schlange sein. Die genannten Adjektive werden den Frauen ja auch gerne zugeordnet und - sich davor gefürchtet - rätselhaft erscheinend.
Eva macht ihr Ding und lässt Frau Schlange einfach sein und kümmert sich nicht weiter darum.
Aber Eva ist neugierig. So trifft für mich eher das erstere zu.
Eva beobachtet genau, verwundert sich ob der ungewöhnlichen Mahlzeit der Schlange. Da sie der Schlange jedoch so viel Positives zuordnet, vertraut sie ihr …
Danke Frau Henning für diesen wunderbaren Text!
Üdrilla
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