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Thema »Empathie«

Empathie

17.03.2025 09:18
Mäandera

Die menschliche Eigenschaft, die ich am liebsten verstärken würde, ist die Empathie. Sie vereint uns in einem friedlichen, liebenden Zustand.
(Stephen Hawking)

20.03.2025 11:03
Grace

Darf ich nachfragen. liebe Mäandera, was "dicke Tünche" sind? Den Ausdruck kenne ich nicht.

Liebe Grüße
Grace

20.03.2025 11:19
Mäandera

Tünche ist eine Anstrichfarbe.
Will heissen : Alles nur Fassade.

LG

20.03.2025 15:40
Mäandera

Hallo lieber Luxi,

es heisst Mitgefühl wäre gut, Mitleid aber schlecht. Die emotionale Distanz ist wichtig, nicht, dass es nachher zu vielen schlecht geht.

Wie so manche Menschen scheinst du auch ein Vertreter von alles oder nichts bzw. nie und immer zu sein.
Ich hätte bis vor kurzem auch behauptet: mein Hund kackt nuuur auf Wiese/Rasen. Bis er mich eines Besseren belehrt hat.
Es gibt z.B. auch einen Nie-nie-sagen Verlag.
Alles wird gut - so eine Redewendung. In der Regel ist das Leben doch eine wilde Mischung, da steht toll direkt neben mies neben lauwarm.

Und es wird an den meisten Stellen gesagt, Empathie lässt sich lernen. Vielleicht sind freundliche Gesten ja schon eine Vorstufe davon. Zeigen, dass frau jemanden wahrgenommen hat, ihm zunicken oder so.

Dir noch einen schönen Nachmittag
Mäandera

Mit oder ohne Leid?

20.03.2025 21:14
Luxi

Mäandera schrieb:
Hallo lieber Luxi,
es heisst Mitgefühl wäre gut, Mitleid aber schlecht. Die emotionale Distanz ist wichtig, nicht, dass es nachher zu vielen schlecht geht.


Das Mitleid ist aber doch auch eine Form der Empathie, sonst könnte man mit dem Leid des anderen ja nicht auch mit leiden. Es ist aber passiv, weil der andere ja nix davon hat. Wobei das Mitgefühl daran auch nichts ändert. Ob ich jetzt sage ich leide mit dir oder ich fühle mit dir. Das ändert nix am Leid des anderen. Wenn es mich aber dazu annimiert, das Leid zu lindern, dann schon.

Emotionale Distanz ist wichtig, das stimmt auch. Wenn einem alles zu nahe geht, kann man nicht mehr helfen und braucht am Ende selber Hilfe... Das hilft dann keinem weiter. Ist aber doch seltsam, dass gerade durch Distanz das Leid erst erträglich wird? Zuviel Nähe durch zu große Empathie wäre daher sogar schädlich...

Wie so manche Menschen scheinst du auch ein Vertreter von alles oder nichts bzw. nie und immer zu sein.

Wie Du schon schreibst, das erscheint nur so. Ich werde immer wieder damit konfrontiert, dabei suche ich genau nach den dazwischenliegenden Grautönen, die es doch auch geben muss, aber finde sie einfach nicht...

Und es wird an den meisten Stellen gesagt, Empathie lässt sich lernen. Vielleicht sind freundliche Gesten ja schon eine Vorstufe davon. Zeigen, dass frau jemanden wahrgenommen hat, ihm zunicken oder so.

Das glaube ich nicht. Empathie ist eine Eigenschaft, die man entweder hat oder eben nicht. Vielleicht kann man das ausbauen was da ist? Aber lernen? So wie Rechnen und Schreiben? Manchmal denke ich, es ist vielleicht besser, wenn man gar nicht so viel Empathie hat? Es kann auch eine Last sein :)



21.03.2025 07:53
Rena

Ich denke, dass man Empathie lernen kann, und dass sie kein Entweder-Oder ist, sondern sozusagen ausbaufähig. Zum Beispiel, wenn man sich näher mit psychologischer Gesprächsführung befasst. Und dazu gehört dann unbedingt, dass man sich mit seinen eigenen Gefühlen beschäftigt, sie wahrnimmt und einordnen kann. Zum Empathisch-Sein gehört dazu, auch auf sich selbst zu achten, und wahrzunehmen, was mein Problem ist und was das Problem des anderen. Ist eine spannende Sache.
Dass jemand gar keine Empathiefähigkeit hat mag es geben, aber das ist schon extrem selten, denke ich.
LG, Rena

Guten Morgen,

21.03.2025 09:04
Mäandera

ich glaube, dass es sogar Entscheidungssache ist.

Ich kann sagen, heute fahre ich so schnell wie möglich ins Büro, lasse keinen vor, und sehe zu, dass ich in meiner Sache vorankomme.

oder
heute will ich mal ein guter Mensch sein, bin freundlich zu denen, denen ich begegne, nehme mir auch mal Zeit zum zuhören.

Euch einen sonnigen Tag mit Schmetterling!
Mäandera

Ja,Mäandera

21.03.2025 19:08
Elisa

Die 2. Entscheidung:
Heute will ich zu allen freundlich sein, ist doch super.
Z.Beispiel dem Mensch, der an der Straße sitzt zulächeln,oder mit ihm ein Schwätzchen halten.
Im Moment bin ich noch für dieWinterhilfe tätig.
Das heißt, Tische richten und Essen an Bedürftige austeilen.
Da kommt total was gutes rüber, für alle Beteiligten.
Auch für Gespräche ist Zeit.
Zuhören hilft immer…
Nächste Woche gehts weiter— ich freue mich schon…
Übrigens sind auch Männer in unserer Winterhilfe tätig.
Ohne sie ging nichts—unsere Männer tragen Tische und Stühle.
Halten uns als Türsteher den Rücken frei.
Läuft prima— kommt echt was rüber.
Grüße Elisa

Empathie lernen?

22.03.2025 06:20
Luxi

Rena schrieb:
Ich denke, dass man Empathie lernen kann, und dass sie kein Entweder-Oder ist, sondern sozusagen ausbaufähig.

Jein. Ich denke, man kann so etwas nicht lernen. Entweder hat man sie oder man hat sie nicht. Wobei ich denke, dass jeder Mensch Empathie besitzt, manche eben mehr, andere weniger. Aber das was man hat ist natürlich ausbaufähig. Aber lernen im Sinne wie ein Musikinstrument, das glaube ich nicht. Insbesondere nicht, wenn man völlig unmusikalisch ist...

Und dazu gehört dann unbedingt, dass man sich mit seinen eigenen Gefühlen beschäftigt, sie wahrnimmt und einordnen kann. Zum Empathisch-Sein gehört dazu, auch auf sich selbst zu achten, und wahrzunehmen

Das denke ich auch. Die Empathie schließt das Wahrnehmen von eigenen Gefühlen mit ein. Nicht nur die der anderen. Wobei im letzteren Fall ja die sog. Spiegelneuronen verantwortlich sein sollen. Daher mal eine Frage: Gilt das dann auch für das Wahrnehmen der eigenen Gefühle? Also kann ich sie nur indirekt durch die neuronale Spiegelung von mir selbst wahrnemen, oder ganz direkt?

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