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Thema »WANDLEN – Sonntag, 23.3. – VERBINDEN, Woche 3«

WANDLEN – Sonntag, 23.3. – VERBINDEN, Woche 3

16.03.2025 23:23
Skylynn

Liebe Fasten-Wegweiser-WANDELN-LeserInnen. Hier ist Platz zum Austausch über die Tagesseite – Gott sei Dank!

24.03.2025 00:57
Fideli

Tabea schrieb:

Die Unterdrückung in den bereits besetzten Gebieten kann uns doch nicht kalt lassen.

Die besetzten Gebiete sind sehr stark von Russisch-Stämmigen bewohnt, die ihrerseits seit vielen Jahren vordem durch die Ukraine selbst unterdrückt worden sind. Aber darüber redet heute keiner mehr.


Es ist nicht ganz falsch, was Du schreibst. Es ist aber ein himmelweiter Unterschied, ob eine Sprache zurückgedrängt wird [nachdem zuvor das Ukrainische ebenso zurückgedrängt worden war] oder ob Menschen gefoltert werden. Das gleichzusetzen, ist eine Nacherzählung russischer Propaganda.


Deutschland lag auch mal in Schutt und Asche. Und die, welche diese Zeit noch erlebt haben, waren froh, als der Krieg endlich zu Ende war! Freiheit war das noch keine, wir waren ja von den Alliierten besetzt. Aber wir hatten Frieden!


Wie war das noch gleich 1945, wie ist dieser Frieden zustande gekommen? Indem dem Aggressor nachgegeben und mit ihm verhandelt wurde?

24.03.2025 01:32
Fideli


Wer will denn wirklich Frieden? Die, welche für Frieden auf die Straße gehen, werden als Friedensschwurbler, Lumpenpazifisten und gefallene Engel aus der Hölle bezeichnet.


Das lese ich jetzt mindestens zum dritten Mal in verschiedenen Foren von Dir. Ich fand Scholz‘ Wortwahl nicht ganz toll, weil sie herablassend ist und das einem Kanzler nicht gut steht, aber er hat insoweit Recht, als das, was die so Bezeichneten in der speziellen Situation wollten, nicht „Frieden“ war, sondern der Stopp von Waffenlieferungen an die Ukraine. Das ist nicht gleichbedeutend mit Frieden. Es ist zu einfach, eine Friedensfahne schwenken und zu meinen, man sei damit auf der richtigen Seite, wenn man nicht bedenkt, welche Auswirkungen ein _bereits laufender_ Krieg und das eigene Handeln oder Nichthandeln auf die betroffenen Menschen hat.

Was eine Friedenstaube doch alles auslösen kann...

24.03.2025 05:48
Luxi

Mir gefällt die Diskussion hier nicht mehr. Das sieht inzwischen sehr stark nach Kleinkrieg hier aus. Da kann man mal sehen, was eine Friedenstaube alles auslösen kann... Dieses so wunderschöne Symbol einer unschuldigen Taube löst offensichtlich starken Widerstand bei vielen hier aus. Und ich frage mich: Warum?

Vielleicht ist Frieden zu langweilig? Oder es geht gar nicht um den Frieden, sondern ums Recht haben? Um das Recht sich zu verteidigen, das Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit. Manchen ist das ja offenkundig wichtiger als die Grundlage dafür. Da wo kein Frieden herrscht, kann meines Dafürhaltens auch nichts anderes gedeien.

Ich bin kein Putinfan und auch kein Trumpfan, ich bin auf keiner Seite, ich bin einfach für den Frieden. Mich hat die Friedenstaube innerlich angerührt. Wenn man für den Frieden kämpfen muss, ist der Krieg nicht weit entfernt! Dann hat man den Frieden ad absurdum geführt.


24.03.2025 05:58
Luxi

Fideli schrieb:
Es ist nicht ganz falsch, was Du schreibst. Es ist aber ein himmelweiter Unterschied, ob eine Sprache zurückgedrängt wird [nachdem zuvor das Ukrainische ebenso zurückgedrängt worden war] oder ob Menschen gefoltert werden. Das gleichzusetzen, ist eine Nacherzählung russischer Propaganda.

Ich habe von der Unterdrückung Russisch-Stämmiger geschrieben, ich habe das nicht mit Folter gleichgesetzt. Alles, was nicht dem Mainstream-Narrativ entspricht, als russische Propaganda zu bezeichnen, wäre der Tod der freien Meinungsäusserung.

Wie war das noch gleich 1945, wie ist dieser Frieden zustande gekommen? Indem dem Aggressor nachgegeben und mit ihm verhandelt wurde?

Die Frage ist falsch gestellt. Du solltest eher fragen: Wie ist dieser Krieg zustande gekommen!?



24.03.2025 06:18
Luxi

Fideli schrieb:
Das lese ich jetzt mindestens zum dritten Mal in verschiedenen Foren von Dir. Ich fand Scholz‘ Wortwahl nicht ganz toll, weil sie herablassend ist und das einem Kanzler nicht gut steht, aber er hat insoweit Recht, als das, was die so Bezeichneten in der speziellen Situation wollten, nicht „Frieden“ war, sondern der Stopp von Waffenlieferungen an die Ukraine.

In verschiedenen Foren? Ich bin nur in einem unterwegs, dem AZ-Forum. Keine Waffen in Kriegsgebiete war vor der Wahl ein Slogan der Grünen. Die haben sich aber von ihren eigenen Maximen verabschiedet, waren früher gegen Krieg, Waffen und Aufrüstung - heute sind sie für das alles. Wenn man Waffen nicht stoppt, geht der Krieg weiter! Ich bin erstaunt, wie viele meinen, mit Waffen könne man Frieden schaffen?

Es ist zu einfach, eine Friedensfahne schwenken und zu meinen, man sei damit auf der richtigen Seite, wenn man nicht bedenkt, welche Auswirkungen ein _bereits laufender_ Krieg und das eigene Handeln oder Nichthandeln auf die betroffenen Menschen hat.

Soll ich die Friedensfahne jetzt einrollen und stattdessen für den Krieg sein? Welche Fahne soll ich jetzt schwenken?

Anette Kurschuss: Waffen für Ukraine Christenpflicht

24.03.2025 08:05
Luxi

Gerade in den News gelesen: Die Ratsvorsitzende der Ev. Kirche, Anette Kurschuss habe geäussert, dass Waffen für die Ukraine eine Pflicht christlicher Nächstenliebe sei!

Mich erinnert das etwas an die damalige Äusserung von Papst Franziskus in der Coronazeit: Impfen sei ein Akt der Nächstenliebe. Und ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie die Ungeimpften gesellschaftlich bewusst ausgegrenzt wurden! - Leute, ich werde mich vor niemandes Karren spannen lassen!

Waffen sind angedacht, um Menschen zu verletzen und zu töten und keine Museumsgegenstände zum anzugucken. Das kann in letzter Konsequenz niemals eine Pflicht eines Christen sein! Und das was meine Christenpflicht ist, lasse ich mir auch von niemandem sagen!

Ich rolle meine Friedensfahne jetzt wieder ein. Die Menschen müssen wohl erst noch durch den leidvollen Krieg hindurch, ehe sie den Frieden zu schätzen wissen...



24.03.2025 08:25
Bildermacherin

Ich frage mich,
(Und auch euch)
Zeigen diese Diskussionen uns
Wie Kriege entstehen... können?

Meine eigene Meinung ist die einzig richtige, andere möchte ich nicht lesen, hören.
Und ich bestehe darauf, dass ich weiß was richtig ist.

Und mein anderes ich fragt sich:
Können und dürfen verschiedene Meinungen nebeneinander sein, bestehen und bleiben.

Fragt sich Bildermacherin, die an einen persönlichen Kleinkrieg denkt.
Und die beiden Meinungen nebeneinander stehen zu lassen ist überhaupt nicht einfach, nein ist sehr schwer. Und tut weh.
Und als anderen Möglichkeit bliebe nur eine ungesunde Eskalation.
So lebe ich seit ziemlich genau 2 Jahren in diesem Kleinkrieg, der weh tut.
An dem wir nichts ändern können. Selbst der Versuch einen Priester als Vermittler zu fragen wurde von der anderen Seite abgeschlagen.

Mein Preis ist, dass ich nur noch in Begleitung durch Teile des Dorfs gehen kann. Und ich werde nicht zurück schlagen, auch wenn es nicht leicht ist.

24.03.2025 08:27
Rena

Ich finde nicht, dass es hier nach Kleinkrieg aussieht. Sondern dass hier verschiedene Menschen darum ringen zu verstehen und auszudrücken, was Frieden bedeuten kann.
Ich würde mir so sehr wünschen, dass alle Menschen in Frieden leben können. Und es war sehr lange sehr leicht für uns, da "fein raus" zu sein. Viele Konflikte auf der Welt sind sehr schwer zu beurteilen, eine verzwickte Sache aus verschiedenen Verantwortlichkeiten. Das ist im Fall der Ukraine nicht so, sondern es ist ganz einfach: ein Land ist überfallen worden, vollkommen grundlos, nur aus Machtstreben. Wir könnten uns da auch fein raus halten. Ich denke: Putin wird nicht aufhören, weitere Länder zu überfallen. Für mich ist es unsere Pflicht, der Ukraine beizustehen, und es ist auch klug im Blick auf Europa.
Ich fände es auch leichter, mich dem zu verweigern und eben für Frieden zu sein. Aber ich finde, dass es so einfach nicht ist.
Rena

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