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Thema »WANDLEN – Sonntag, 23.3. – VERBINDEN, Woche 3«
WANDLEN – Sonntag, 23.3. – VERBINDEN, Woche 3
Liebe Fasten-Wegweiser-WANDELN-LeserInnen. Hier ist Platz zum Austausch über die Tagesseite – Gott sei Dank!
Wenn einer sich verteidigt, dann will er nicht den Angriff.
Verteidigung will nicht den Krieg, sondern den Krieg stoppen.
Wenn einer dem Angegriffenen zur Seite springt, dann will er nicht den Angriff vergrößern. Dann will er das Gegenteil!
Oder seh ich das falsch?
Ann-Sophie
Ich sehe es genau wie du, Ann-Sophie.
LG, Rena
Liebe Ann-Sophie,
da bin ich ganz bei dir.
Ich bin dafür, gegen Putin vorzugehen. Es ist der vierte imperialistische Krieg, den er führt. Ganz offensichtlich geht er nicht zurück, wenn "Frieden" gehalten wird. Die Unterdrückung in den bereits besetzten Gebieten kann uns doch nicht kalt lassen. Die Verschleppung von Frauen und Kindern. Die Bombardierung der Energieversorgung. Die Inhaftierung von Journalisten in annektierten Gebieten. Man könnte aufzählen ohne Ende.
Ganz ehrlich: mir wäre meine Freiheit, zu sagen was ich denke, ein höheres Gut als der Frieden. Und ich habe großen Respekt vor der Ukraine, die genau das nicht mit sich machen lässt, was Putin schon in anderen Gebieten macht. Und in Russland selbst? Nicht nur Nadolny wurde mundtot gemacht, seine Verteidiger sind ebenfalls inhaftiert.
Ich möchte mir und anderen nicht Kriegstreiberei vorwerfen lassen, weil wir nicht dabei zusehen wollen, was ihnen geschieht.
Zum heutigen Text...
...mit der Taube, schwelge ich in Kindheitserinnerungen: bin bei meinen Großeltern aufgewachsen und mein Opa (1911 - 1989) war im Friedensrat und bei diesem Weltfriedenskongress als Delegierter dabei. Wir haben noch diverse Dokumente von der damaligen Zeit, auch eine handgefertigte und signierte (Picasso)Karte mit Friedenstaube (welche die "Teilnehmerkarte" war)
Ich finde es wichtig JETZT etwas zu tun, es ist 5 vor 12 und wichtiger denn je zusammen zu stehen für ein Europa und dem Herrn Putin nicht das Feld zu überlassen, sondern ihn in seine Grenzen aufzuzeigen...
Herzliche, friedvolle und liebe Grüße
Boxermami
Ann-Sophie schrieb:
Wenn einer sich verteidigt, dann will er nicht den Angriff.
Verteidigung will nicht den Krieg, sondern den Krieg stoppen.
Wenn einer dem Angegriffenen zur Seite springt, dann will er nicht den Angriff vergrößern. Dann will er das Gegenteil!
Oder seh ich das falsch?
Ann-Sophie
Wer sich verteidigt, nimmt den Krieg in kauf bzw. ergreift den Kampf und lässt sich drauf ein. Das ist zwar sein gutes Recht, aber dann lässt man sich drauf ein und stoppt den Kampf nicht, sondern setzt ihn fort. Und wenn jemand in guter Absicht helfend eingreift in eine Kampfhandlung, indem er mitkämpft, muss er sich auch darüber bewusst sein, dass er damit die Kampfhandlung vergrößert und nicht verkleinert.
Ob das in Anbetracht der Gefahr eines 3. WK sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln, weil dadurch am Ende das Leid und Unheil um ein Vielfaches Größer wird als das, was ursprünglich angerichtet wurde und das zu verteidigende Land am Ende genauso in Schutt und Asche liegt wie alle anderen Länder auch, die sich daran mitbeteiligen.
Ausser Trump sehe ich derzeit niemanden, der an Verhandlungen mit Putin interessiert wäre? Und seine Bemühungen werden auch noch verurteilt. Als wenn das etwas unerwünschtes wäre, wenn es wirklich Frieden gäbe...
Tabea schrieb:
Ich bin dafür, gegen Putin vorzugehen.
Es geht nicht darum gegen Putin vorzugehen, sondern es geht darum, dass der Ukrainekrieg ein Ende findet. Wer gegen Putin vorgehen will, muss gegen Russland Krieg führen. So ein Krieg ist aber Wahnsinn! Denn damit löscht man die halbe Welt aus!
Die Unterdrückung in den bereits besetzten Gebieten kann uns doch nicht kalt lassen.
Die besetzten Gebiete sind sehr stark von Russisch-Stämmigen bewohnt, die ihrerseits seit vielen Jahren vordem durch die Ukraine selbst unterdrückt worden sind. Aber darüber redet heute keiner mehr.
Ganz ehrlich: mir wäre meine Freiheit, zu sagen was ich denke, ein höheres Gut als der Frieden.
Du darfst dich gerne als freiwillige in der Ukrainischen Armee melden und für sie kämpfen. Ich will dich nicht davon abhalten. - Was nützt mir aber die Freiheit, wenn das Land am Ende in Schutt und Asche liegt?
Deutschland lag auch mal in Schutt und Asche. Und die, welche diese Zeit noch erlebt haben, waren froh, als der Krieg endlich zu Ende war! Freiheit war das noch keine, wir waren ja von den Alliierten besetzt. Aber wir hatten Frieden!
Durch Waffenlieferungen, Aufrüstung, durch fortsetzen des Krieges wird nie Frieden werden...
Und dann stört es nicht, dass Trump Russland als Aggressor nicht benennt?
Die russische Propaganda in der Einschätzung der Situation übernimmt?
Sich an Garantien, die die USA nach dem Zusammenbruch der UdSSR und dem Abzug der Atomwaffen vom Gebiet der Ukraine gegeben hat, nicht erinnert?
Ich denke, dass Selensky auch ganz dringend Frieden will.
Putin da gewähren zu lassen, wird doch weitere überlegene Mächte animieren, sich einzuverleiben, was so interessiert.
Armes Moldau.
Armes Taiwan.
Armes Panama.
Armes Grönland.
Armes Europa.
Armes Gaza.
Und die ganzen anderen Krisenherde, die ich jetzt nicht im Blick habe, beim Sudan angefangen über den Jemen und ...
Und nein, ich habe keine Lösung, natürlich nicht. Aber Völkerrecht das bietet schon Mal eine gute Orientierung
findet Rahel
Luxi,
Wikipedia bietet eine sehr differenzierte Geschichte der Ukraine. Vielleicht magst du den Teil ab 1900 lesen.
Ich hoffe es wirklich. Dieses Volk hat so viel durchlitten. Es verdient unsere Solidarität. Es verlangt danach, dem Völkerrecht den Vorrang zu geben. Und nicht den Drohungen Putins und seiner Geschichtsverfälschung auf den Leim zu gehen.
Tabea
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