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Thema »wunderfitzig und trotzig«

wunderfitzig und trotzig

06.03.2025 12:32
Leah

Danke ans AZ-Team für den Audio-Impuls!
Ist mir guter Ersatz gewesen für das von mir viel zu spät bestellte wandeln-Heft.

Und danke an Ulrike Berg für den Gedanken des positiven und kraftvollen Trotzes (Mut und Unerschrockenheit - oh ja!) im heutigen AZ-Newsletter.

Ich kannte das Wort "wunderfitzig" (schweizerisch für "neugierig") noch nicht, hab mich aber spontan in es verliebt.
Verbunden mit dem Trotz für das Leben möchte es mir zum vielleicht hin und wieder tröstlichen Motto für diese Fastenzeit und für diesen Pfad machen:

06.03.2025 12:36
Leah

Es wird wohl Wunder brauchen, wenn endlich wieder etwas besser werden soll.
Denn unsere gutmenschliche Anstrengung scheint gerade - jeden Tag mehrmals - zu zerschellen an massiven Klippen aus Unvernunft bis zum Wahnsinn, gepaart mit Gleichgültigkeit bis zur tödlichen Dummheit und immer offener auch verbunden mit einfach nur abgrundtiefer Bosheit der Feinde des Lebens.

Wie ist das zu ertragen? Dauerhaft?
Klar ist: ich muss und möchte der Versuchung zu Verzweiflung oder Verdrängung widerstehen. Ihr trotzen.
Also: den Geist stärken und die Hoffnung.
Also: mich auch um mich kümmern, damit ich weiter funktioniere.
Also auch: 7 Wochen anders leben.

In diesem Sinne gehe ich los. Wunderfitzig und trotzig, oder jedenfalls dies beides immer wieder üben wollend.

Üben müssend! Wenn ich innerlich und äußerlich am Leben bleiben will, habe ich keine Wahl.

Gott, falls es Dich doch geben sollte: Bitte hilf mir.

06.03.2025 12:51
Rahel

Liebe Leah,
ich mag neben deine Ausführungen noch Christina Bruderecks Begriff der "Trotzkraft" legen, der mir in den von dir beschriebenen Zusammenhängen auch sehr gut gefällt
Und auch ich suche, wie sich diese ver-rückte Welt aushalten und gestalten lässt und ich mit meiner Ohnmacht umgehen kann und meinen kleinen Teil entgegen setzen kann...
Sehr herzlich und verbunden
Rahel

Trotzkraft!

06.03.2025 13:02
Leah

Ja!

Danke Dir.

Darf ich?
(Rahel)

(Die () stehen für eine Umarmung. Ich mach das selten, hier im Forum glaub ich noch nie. Aber gerade war mir sehr danach ich hoffe, Dir damit nicht zu nahe zu treten.)


Und nun wird es Zeit, der inneren und äußeren Schwerkraft zu trotzen und wunderfitzig auszuprobieren, ob meine Trotzkraft wächst, wenn ich mich wieder an meine lange ToDo-Liste mache.

Vorhaben: für mindestens die nächsten 6 Stunden nicht mehr im Forum herumneugieren. (Nimm das, verdammte Mediensucht!)

06.03.2025 13:10
Rahel

Gerne und herzlichen Dank für die ()
Und:
Sei stark! Du schaffst das!
Vielleicht heute Abend dann mehr ;-)

06.03.2025 20:29
Leah

Gerne und herzlichen Dank für die ()
Und:
Sei stark! Du schaffst das!
Vielleicht heute Abend dann mehr ;-)


Danke Dir - ich hab mich gefreut! (Als ich einmal kurz schwach wurde nachmittags...)

Von der Liste ist viel geschafft, darunter mehrere Mails und Erledigungen im Rahmen meiner politischen Aktivitäten.
Es tut gut, mit anderen verbunden zu sein im mal mehr, mal weniger hoffnungsvollen Weitermachen.
Es ist nur objektiv einfach gerade so furchtbar aussichtslos. Allein das auszuhalten, kostet immer wieder Kraft, all die Wut, Trauer und Verzweiflung, weil es schier nicht zu begreifen ist -

Dennoch darf und muss ich jetzt 'runterkommen und ausruhen, den Körper versorgen und für erholsame Nachtruhe sorgen. Der morgige Arbeitstag wird noch mal lang, und auf der Liste stehen auch fürs Wochenende noch Aufgaben.

Aber ich bin der Versuchung des schein-tröstlichen Zuckerkonsums nicht erlegen heute, und das ist doch schon mal ein kleiner Erfolg.
Die tägliche Aufräum-Einheit fehlt noch, aber die hilft beim Runterkommen, passt also noch gut in den Abend.

7 Wochen anders. Leben (ver)wandeln?

07.03.2025 11:02
Leah

Ich hol mir meine Vorhaben mal hier her.

+ Priorisieren üben!
Es ist also okay, wenn das nicht alles genau so in die sieben Wochen passt.

Im Moment sieht die Reihenfolge so aus:

+ Tägliches Innehalten, möglichst zu Tagesbeginn, mit der Frage
"was ist HEUTE wichtig und in welcher Reihenfolge?"

+ Täglich etwas Ausgemistetes aus der Wohnung oder aus dem Kellerabteil befördern
und/oder
an dem großen Ordnungsprojekt (sehr sehr viel Papier beruflich, politisch und privat) weiterarbeiten (und wenn's nur 5 Minuten sind)

- kein Zucker
(evtl. Ausnahmen sonntags, evtl. ist das aber zu riskant, weil es montags dann immer wieder soooo schwer ist)

- kein Fleisch
(außer sonntags oder wenn ich jemandem damit zusätzliche Arbeit und Mühe mache)

+ Treppe statt Aufzug/Rolltreppe (mach ich eh schon oft, soll aber öfter bis immer werden)

+ möglichst täglich 10-15 Minuten Musik machen und/oder einen Tanzschritt üben

07.03.2025 11:18
Leah

Ich hab heute schon innegehalten und mir die ToDos für den Tag klar gemacht. Außerdem eine Mittagspause geplant.
Der Arbeitstag ist sehr voll und wird lang. Um so wichtiger sind die Atempausen.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal zwingen muss, wenigstens einmal tagsüber in die Zeitung (online) zu schauen.
Es fällt mir gerade unfassbar schwer, sehen zu müssen, wie all das, wofür so viele Menschen sich jahrzehntelang mit Hirn, Herz und Hand eingesetzt haben (Umweltschutz, Frieden und Versöhnung, Gleichheit und Gerechtigkeit, menschenwürdiges Leben für ALLE auf diesem Planeten), hinweggespült wird von - ach nein, ich formuliere das jetzt nicht aus.
Es liegt auf der Hand, dass da gerade absolut keine Lösungen vorbereitet, sondern nur Probleme verschärft werden.

Nur weil noch nicht alle Ziele erreicht wurden, waren sie und die zugrundeliegenden Werte doch nicht alle falsch.

Gerade habe ich mehr Angst als Neugier und Trotzkraft.
Nachrichten auf später verschoben.

08.03.2025 00:27
Leah

Heut hat nicht alles geklappt, aber manches.

Wieder mal mache ich die erfreuliche Erfahrung, dass eine kleine Überwindung zwar zunächst erstaunlich viel Energie kostet, dann aber nicht selten stärker macht fürs nächste Mal.

Lachen und weinen zugleich möchte ich ob der folgenden Tatsache:
Ich hatte mal kurz überlegt, als Fastenvorhaben "weniger reden" zu versuchen.
Aus verschiedenen Gründen habe ich das verworfen - nur um festzustellen, dass mir seit ein paar Tagen immer öfter die Worte fehlen. Leider in Situationen, wo das wirklich überhaupt nicht hilfreich ist.
Schöner Mist.

Vielleicht wird es besser, wenn ich am Wochenende ausreichend Schlaf und etwas Erholung auf der Prioritätenliste ganz nach oben schiebe.

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