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Thema »Zuversicht und Zweifel in der Nacht«

Zuversicht und Zweifel in der Nacht

06.03.2025 11:32
LilaBambus

Guten Morgen,

das Fasten kann den Blick auf die wichtigen Dinge im Leben schärfen.
Zuversicht - das Vertrauen darauf dass es gut wird - also dass meine Beziehung/sozialen Kontakte stabil bleiben, ich nicht mal aus der Wohnung raus muss, gesund bleibe, nicht verarme und auch nicht wie die Vorfahren später in einem Bunker mit anderen verängstigten Menschen zittern muss?
Der Alltag, bei mir auch Sport, Meditation, Bestätigung im Ehrenamt und soziale Beziehungen, das hilft mir, ich spüre meine eigene Kraft.

Aber die Fastenzeit könnte auch dazu hinführen, sich stärker mit Gott zu verbinden.
Im alltäglichen Leben, der schnell vergehenden Zeit, vertraue ich oft auf meine eigene Kraft.

Ich bin manchmal im Zweifel, was ein Hinwenden zu Gott helfen kann.
Reicht die eigene Energie, die anderer solidarischer Menschen nicht aus dass es gut wird?
Wenn ich an die aktuellen Stapelkrisen denke kommt in der Nacht oft der Zweifel am Hinwenden zu Gott.

Wer auch zweifelt möge hier gerne schreiben.

11.03.2025 01:04
Enny (n.N.)

Hallo an alle hier!
Habe gerade erst hier gelesen, wollte Euch nun ein paar Grüße hinterlassen - und meine Hochachtung bekunden!
LilaBambus, für die Seite hier;
Fideli, für Deine Analyse und Reaktion darauf (Deinen Beitrag vom 08.03.2025, 23:07 Uhr mit der Unterscheidung der beiden Ziele des Betens finde ich besonders!);
und PapierFlieger, für den letzten Beitrag eben!

Mir reicht - eigentlich und meistens - die positive Wirkung des Betens auf persönlicher Ebene, ohne dass es äußerlich etwas bewirkt.
Aber in schwierigen Situationen wünsche ich mir immer, dass es doch etwas auch außen bewirkt. Am liebsten hätte ich dann einen Gott, der durchgreift und z.B. Putin usw. unschädlich macht.
Aber auf der anderen Seite weiß ich, dass so ein Gott doch nicht gut wäre für uns Menschen, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht.
Sogar ein bewiesener Gott wäre nicht gut. Glaube ohne Freiheit zum Unglauben ist kein Glaube. Zweifeln ist ein notwendiger Preis. Ebenso leider: Aushalten von Unrecht.

11.03.2025 01:12
Enny (n.N.)

P.S.
Den Gedanken der "Energie solidarischer Menschen", von dem PapierFlieger schreibt, finde ich trotz allem auch interessant.
Vielleicht entfaltet sich solche Energie auch über Gebete und dadurch bewirken sie etwas, ohne dass Gott selbst eingreifen muss?
Sonst glaube ich, dass Gott Einfluss nimmt auf geistiger Ebene, also in den Köpfen von Menschen, die das zulassen. Ich glaube nicht, dass Gott aktuell in der Welt direkt eingreift. (Nicht mal beim Wetter - auch wenn sich das viele Menschen gern einreden, sobald sie gutes Wetter hatten.) :-)
Aber in anderen Momenten kommen mir Zweifel, warum ich so zweifel und ob es nicht doch anders sein könnte, nur ohne dass wir es merken!

11.03.2025 08:06
Lara

Ein interessanter Pfad. Noch überschaubar, ein Thema.
Danke für alle eure Impulse.
Ich bete z. Zt. nicht besonders viel. Ich stelle mir vor, Menschen mit absolut gegensätzlichen Interessen beten alle für ihr eigenes Ziel, z. B. zwei Kriegsparteien beten für den Sieg... jeder betet für sein Recht, seine Interessen...
Meine Gebete sind oft kurz. Dankgebete oder Stoßgebete. Psalmworte oder das Vater unser verbinden mich über Raum und Zeit hinaus mit Mitmenschen.
In der Zeit, als mein Mann schwer erkrankt war und dann gestorben ist, haben viele Menschen im Gebet an uns gedacht. Das habe ich als sehr wohltuend empfunden.

Danke... und Lebendigkeit

11.03.2025 14:12
LilaBambus

Hallo an alle,
super, danke euch allen für die tiefgründigen Impulse, die meine Sicht auch auf das Beten erweitert haben. Es ist immer gut verschiedene Blickwinkel zu haben.

Jetzt ist Passionszeit, wir gehen auf das Kreuz und später die Auferstehung zu. Nichts neues, aber natürlich wichtig das aktuell wahrzunehmen.

Was ich manchmal bei mir bemerke: Mit der Zeit und dem Älterwerden ist die Gefahr da starr und abgeklärt zu werden, alles schon zu kennen, glaubensmäßig zu verhärten. So sollte es aber nicht sein. Auch wenn die beschwingten früheren Jahre in der evang. Freikirche längst vorbei sind
sollte der Glaube doch lebendig bleiben. Und erlebbar!
Vielleicht sollte ich - oder auch manch anderer/andere - wieder wie Kinder werden.

12.03.2025 01:30
Clare

Moin,

ich zweifel schon dran, dass Gebet einfach mal so 1 zu 1 erhört und gewährt wird. Das hindert mich nicht daran munter weiterzubeten.

Gebet ist für mich wichtig in der Hinwendung zu Gott und ich habe keine Ahnung, wieso das so ist. Ich habe sehr lange versucht mich abzuwenden, hat aber nicht geklappt. Nun füge ich mich meinem Schicksal.

Wenn die Angst mir den Schlaf raubt, tut mir oft ein kleines Gebet gut. Es zwingt mich die Ängste zu formulieren und dann sind die Ängste vielleicht doch nicht so groß.

Du, LilaBambus, klingst nicht verhärtet. Bewundernswert.

Guats Nächtle

Moin Clare

13.03.2025 06:26
Elisa

Schön, dass du dich trotz Zweifel,zu Gott gewendet hast.
Für deine Ängste:
Alle eure Sorge werft auf ihn;
denn er sorgt für euch.
Mir hilft,s ,wenn ich unterwegs bin,
ein Kreuz- Handschmeichler,
in meiner Jacke oder Hosentasche zu tragen.
Er ist dann immer dabei,ziemlich nah…
Das ist ein super Gefühl.
Wenn,s brenzlig wird, kann ich mein Holzkreuz
rausnehmen,und Ruhe ist.
Ich bin natürlich in Rente, nur noch ehrenamtlich tätig…
Eine gute Freiheit…
Grüße Elisa

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