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Thema »FastenFlüstern...«
FastenFlüstern...
... und philosophieren...
Jesus ist am Kreuz gestorben. Und dann?
Dann ist er auferstanden. Er hat den Tod, den Gegenspieler des Todes überwunden, besiegt. Und er hat ihn nicht nur für sich besiegt, sondern auch für alle, die ihm nachfolgen.
Nach dem Leid die Erlösung, nach dem Tod die Auferstehung und hoffentlich das Wiedersehen der Vorausgegangenen.
Die Realität hat mich in ihrer Unerbittlichkeit gerade irgendwie überholt und mir eine weitere Antwort auf Deine Frage gegeben, liebe Lara.
In einem Telefonat mit einem sehr lieben Freund, der mir erzählte, dass er nach dem Tod der Mutter, die gerade beerdigt worden ist, nun auch den Vater verloren hat, habe ich von Deiner Frage und meiner Antwort erzählt. Und er sagte: "Der Tröster" - Dass er das sagen konnte, nachdem er kurz hintereinander beide Eltern verloren hat, hat mich tief berührt. Und diese Antwort wollte ich Euch nicht vorenthalten.
... den Gegenspieler des Lebens... - muss es natürlich heißen
Liebe Lara . . .
... und damit Forumzeit für mich.
Danke für deine Idee, liebe Rauhreif, den Namen Jesus zu beseelen .
Ich beginne mal damit, zu schreiben, wer oder was Jesus für mich nicht ist.
- ein unbefleckt empfangener Mensch, der keinen weltlichen Vater hat.
- gottgleich
- leiblich von den Toten auferstanden.
Für mich ist Jesus ein außergewöhnlicher Mensch in der damaligen Zeit, der vieles machte und konnte, das die Menschen nicht verstanden und das ihnen Angst machte. Und darum wurde er gehängt. Ich vertrete die These von Ranke-Heinemann und glaube nicht an die Auferstehung. -
Ich glaube an die Macht, die wir Gott nennen, aber mit unseren Hirnen nicht zu erfassen vermögen. Diese große Macht, die uns ohne unser Zutun lenkt. Im Rückblick eines langen Lebens wird dieses immer wieder bestätigt. Unser Sohn meint, diese Einstellung sei nicht gerade christlich.
www.youtube.com/watch
www.youtube.com/watch
Es grüßt Euch alle hier
recht herzlich
Elle
"Wer ist Jesus für dich?" - meine spontanen Assoziationen sind bildlich: Darstellungen von Jesus in meiner Kinderbibel. Auf gotischen Altartafeln, Skulpturen. Insbesondere Pieta-Darstellungen.
Nach dem Spontanen dann reflektierter und un-bildlich: ein Widerständiger. Ein Revolutionär? Ein emotionaler "Typ".
Ein Ansprechpartner für mich? Hmm... Ich weiß nicht, ob ich schonmal mit ihm gesprochen habe. Wenn, dann mit Gott. Was gemäß Dreieinigkeit ja auch Jesus wäre. Für mich aber irgendwie nicht so...
Doch... da fällt mir ein: es gibt hier ein Kruzifix. Große Skulptur an einem Feldrand. Manchmal gehe ich hin. Nie einfach vorbei. Da sage ich dann auch etwas - zu ihm. Habe ihm auch schon Vorwürfe gemacht, erinnere ich mich jetzt.
Aber... je älter ich werde, umso mehr entferne ich mich von Glaubensvorstellungen in Form von Personifizierungen.
Mag sein, dass dies dann nicht (mehr) der (kirchlichen?) Definition christlichen Glaubens entspricht.
Jesus ginge damit gelassen um. Glaube ich.
Glaubensbekenntnis
Liebe Lara und andere, die sich zu der Frage "wer ist Jesus für euch" schon geäußert haben und es noch tun werden: Vielen Dank für eure Gedanken. Ich sehe, dass ich mit meiner Meinung dazu nicht weit entfernt bin von eurem Verständnis.
Ich glaube, dass Jesus ein Mensch war, als Mensch geboren und als Mensch gestorben. Er hat ein Leben geführt nach den Maßstäben Gottes, konsequent und wenn nötig radikal. Er hat sich nichts zu Schulde kommen lassen.
Wie seine Wunder zu deuten sind, dafür habe ich keine Erklärung. Jesus selbst hat so oft in Gleichnissen geredet. Könnte es sein, dass die Erzählungen über die Wunder auch Gleichnisse sind?
Ich glaube nicht, dass Jesus leiblich Auferstanden ist. Ich glaube, dass seine Anhänger vieles von dem, was er gesagt und gelebt hat, erst nach seinem Tod verstanden haben. Manchmal haben Dritte zum Verständnis beigetragen ('Emmaus').
Jetzt hast du mich zum Lachen gebracht, Bekassine. Ich mag den Humor. :)
Nur auf die Frage antworten kann ich gerade nicht, fürchte ich.
Der Vorgang befindet sich in der Bearbeitung. ;)
Glaubensbekenntnis - Fortsetzung
Außergewöhnlich war nicht nur Jesu Lebensweise, sondern auch seine Eltern: Josef, der seine schwangere Verlobte "trotzdem" angenommen hat. Maria, die irgendwie gespürt hat, dass sie "trotzdem" angenommen ist, nicht nur von Josef, sondern einfach weil sie ist, wer sie ist.
Die Frage nach Jesus kann ich nicht beantworten, ohne zu sagen, wer für mich Gott ist: Der Inbegriff von Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit, Gnade und Geborgenheit. Ich glaube nicht, dass Gott ein Wesen ist, das irgend etwas bewirken kann. Er handelt durch Menschen. Ein solcher war Jesus.
Ich glaube, dass es viele Menschen gibt, die sich bemühen, ein perfektes Leben nach Gottes Maßstab zu leben. Aber nur einem ist das perfekt gelungen: Jesus. Insofern ist er wie Gott.
Das ist, was ich glaube. Ich nehme gerne Stellungnahmen dazu auf.
Es gefällt mir, was ich hier lese. Danke euch allen, die sich Gedanken gemacht haben. Ich stimme mit vielem, was ihr geschrieben habt, überein. In manchem bin ich anderer Meinung. Das ist auch gut so.
Wenn ich solche Themen hier zur Diskussion stelle, dann geht es mir nicht darum, meine Meinung bestätigt zu finden. Es geht mir um die Auseinandersetzung mit einer Sache, darum, verschiedene Standpunkte zu erfahren.
Ich muss jetzt gleich los zum LBV-Monatstreffen. Ich nehme eure Antworten zunächst einmal in meinen Gedanken mit und bin gespannt, ob sich bis heute Abend noch etwas hier tut.
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