Herzlich willkommen . . .

. . . in unserem Fastenforum. Bis Ostermontag um 18 Uhr ist hier Raum für Ihre Gedanken und den Austausch zur Fastenzeit und zu unseren Aktionen 7 Wochen anders leben und wandeln. Falls Sie zum ersten Mal dabei sind: Schön, dass Sie da sind! Wenn Sie Unterstützung bei der Orientierung wünschen, haben wir einen »Leitfaden für neue Foris« zusammengestellt, der die wichtigsten Funktionen zeigt. Weitere Informationen zu den Nutzungsbedingungen finden Sie hier. Falls Sie sich auch über das Forum hinaus mit anderen Teilnehmenden vernetzen möchten, können Sie Ihre Adresse über forum@anderezeiten.de bei uns hinterlegen. Wir leiten sie dann auf Anfrage weiter.

Wir vom Andere Zeiten-Team freuen uns auf Ihre Beiträge und einen anregenden Austausch!

Thema »Café Dietrich«

Café Dietrich

05.03.2025 20:42
Helmut

Willkommen auf dem Begegnungspfad.

Zwar habe ich siebenkommafünf schon entdeckt, aber nun bin ich hier und Dietrich hatte schon aufgeschlossen, mich an meinen Platz geschickt. Er wolle in Ruhe alles einrichten. Gut. Das lass ich mir einfach mal gefallen.

@sophia

03.04.2025 11:28
siebenkommafünf

liebe sophia,

wie wunderbar, dass die op gut gegangen ist!

und es tut mir sehr leid für deinen mann&dich, dass es drumrum im krankenhaus so wenig ruhig, stabilisierend und geborgen ist ... so sollte es eigentlich wirklich sein!

damit man selber nicht auch noch dafür kräfte mobilisieren muss, die man eigentlich grad gar nicht hat, und die einem eigentlich von außen gegeben werden sollten, um durch diese schwere, verletzliche zeit durchgetragen zu werden.

das muss schon auch mal gesagt werden können, auch wenn die heutige realitöt es nicht hergibt,

die umstände sind verrückt, und es ist vermutlich fatal, wenn wir sie irgendwann für normal halten, auch wenn wir uns natürlich irgendwie mit dem arrangieren müssen, wie es grad nunmal ist.

mir tut jetzt schon das herz weh, wenn ich daran denke, dass meine eltern mal in ein heim müssen, in dem sie dann womöglich total unterversorgt vor sich hin vegetieren.. :-(

ich hoffe sehr, es kommt anders!
liebe grüße! 7,5

p.s.: bin recht gut versorgt

03.04.2025 11:42
siebenkommafünf

.. ich werde übrigens in der tagesklinik sehr nett versorgt,

trotz personalmangel geben sich alle sehr viel mühe, sind entgegenkommend und freundlich,

die zeit ist natürlich immer knapp, und das ist für beide seiten belastend, und auch ich als patientin hab dadurch ziemlich viel eigenleistung auf meinem zettel,

aber insgesamt fühle ich mich recht gut versorgt dort.

mal so noch am rande erwöhnt ;-) muss ja auch gesagt werden, der vollständigkeit und gerechtigkeit halber


es kommt immer auf die bedingungen an, die geschaffen werden (leider sehe ich hier ziemlich schwarz und die last weiterhin auf den rücken von personal und patienten und angehörigen liegen)

Mehr Meer...

03.04.2025 13:13
Ulrike


Sonne tanzt
auf den Wimpern,
Wind verfängt sich
im Haar, Stimmen
fliegen dazwischen
Leben schwimmen
im mehr.

Martina Mruck, LebenLieben

@ Siebenkommafünf

03.04.2025 13:22
Sophia

danke für deine einfühlsamen Worte und Gedanken.

Nun steht morgen schon die Entlassung an. Da weiß ich gar nicht, ob ich das so gut finde…

Ich sehe auch alle Zeitnot, Personalengpässe und Überforderung, aber wie du dein Erleben beschreibst, gibt es ja Pflegekräfte, die trotzdem anders mit den Menschen umgehen! Das fände ich hilfreich für alle Beteiligten .
Ich kannte mal eine Krankenschwester, die erzählte, dass sie immer mit einem Segen über ihre Station geht. Ich glaube, die Auswirkungen davon spüren alle, die dort liegen oder arbeiten!

Und das Thema mit den Eltern…
Letztes Jahr war mein Vater sehr krank und kam noch 2 Wochen auf eine Palliativstation. Das war eine geschenkte Zeit, er wurde dort sehr zugewandt versorgt. Meine Mutter hatte in der Zeit einen Zusammenbruch und hätte ihn nicht mehr versorgen können. Daher kam er ins Pflegeheim und starb dort innerhalb von 2 Wochen. Dort herrscht leider ebenfalls Personal Notstand und manchmal auch recht ruppige Umgangsformen.

Mehr Meer

03.04.2025 13:28
Sophia

@ Ulrike,
schön, dass du nochmal ans Meer erinnerst!

Ich bin eigentlich nahe am Meer, aber komme leider nicht hin.
Kriege kein Zeitfenster, um ans Meer zu fahren.
Da kann ich auch nur ein bisschen träumen.
Auf Amrum gibt es eine schöne Düne, auf der man wunderbar den Sonnenuntergang beobachten kann, z. B. mit einer Flasche Rotwein. Eine beglückende Erinnerung!

22 Wellen und 22 Schlucke Rotwein
-und wie kommt man dann zurück?

Nachles

03.04.2025 17:32
Keksi

Ich musste jetzt erstmal nachlesen, war die letzten Tage sehr beschäftigt
Mein eigentliche sehr netter Chef meint, ich wäre ständig müde und abwesend. Er vergisst aber leider, dass ich letzte Woche krank war und extra wegen der Arbeit zu Hause geblieben bin. Das nächste Mal bleibe ich auch, bis es mir gut geht.
Wehren kann ich mich auch immer nicht richtig, war in der Arbeit bis jetzt auch nicht nötig.
Meine Sehnsuchts- oder Erfüllungsorte:
Unser Häuschen in Spanien;
Mein Bett
Wasser ganz allgemein,
Wo meine Familie ist
Das wir dieses Forum immer haben.
Gummitwist habe ich geliebt, war aber sehr schlecht, ging immer nur bis zum Knie, also durfte ich oft nicht mitspielen. Bei euch darf ich aber doch trotzdem mitmachen.
Ich wünsche allen Kranken viel Kraft für ihre Therapien und das Sophias Mann die Hilfe bekommt, die er braucht. Uns allen wünsche ich, dass wir uns so akzeptieren, wie wir sind, auch empfindsam usw. Als Schutz wäre der blaue Umhang aber manchmal super
Liebe Grüße, Keks ...

irgendwann ..

03.04.2025 18:45
siebenkommafünf

.. liebe sophia,

hat man keine kraft mehr für ein lächeln oder einen inneren segen.

ich habe ja auch in krankenhaus, sozialstation und pflegeheim gearbeitet, und das noch zu echt besseren zeiten im vergleich zu heute.

ich kann mir vorstellen, dass eine tagesklinik, auch zb ohne schichtdienst, noch bessere umstände hat, und eine onkologie vielleicht auch einen besseren personalschlüssel, oder ich habe mit der klinik einfach glück.

vor einiger zeit habe ich eine jüngere kollegin aus dem pflegeheim getroffen, in dem ich zuletzt gearbeitet hatte, sie war eine sehr engagierte person,

ich sag dir, es war erschreckend: sie konnte überhaupt nicht mehr lächeln! ganz schlimm. eine junge frau.

man kann irgendwann einfach nicht mehr. ich kenne das und habe damals die notbremse für mich gezogen.

ich denke, man kann es auf gar keinen fall der leistungs-/fähigkeit des personals zuschreiben. oft kommen zeitarbeitskröfte oder hilfskräfte hinzu, die noch zusätzlich eingearbeitet werden müssen und sich einfach nicht gut auskennen. es ist eine überlastungsspirale, kollegen werde krank, man muss aus dem frei einspringen und/oder mit geringerer besetzung arbeiten

das sieht man von der anderen seite ja meist nicht.

es sind ganz klar die bedingungen, die verbessert werden müssen, in allerererster linie der personalschlüssel.
in kitas ist der je nach bundesland ja auch oft zu schlecht und die fluktuation beim personal sehr hoch

ist ja alles nichts neues.
alles eigentlich bekannt

Überlastungsspirale

03.04.2025 20:36
Sophia

@siebenkommafünf,

ich habe in der Kita gearbeitet, ich kenne das Problem aus nächster Nähe!
Ich bin auch wirklich froh, dass ich nicht mehr die Verantwortung dafür tragen muss, dass der Laden läuft, auch wenn sich wieder etliche Mitarbeitende krank gemeldet haben.

Aber das mit dem Segen oder der Haltung sehe ich etwas anders. Ich glaube, dass man trotz aller widriger Umstände freundlich sein kann, nach seinen Möglichkeiten mit den Kranken so umgehen kann, wie man selber in einer solch hilflosen Situation behandelt werden möchte.
Wenn man allerdings nicht mehr lächeln kann, hört sich das für mich eher nach einem Burnout an und da wäre dann etwas anderes angesagt, nämlich eine eigene Behandlung.

Neuer Kommentar
Zurück zur Themenübersicht