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Thema »Fastenzimmer mit weit geöffneter Herzenstür«

Fastenzimmer mit weit geöffneter Herzenstür

05.03.2025 19:12
Nachtigall

Dieser Raum ist eine Oase, ein Rückzugsort oder ein Treffpunkt.
Für alle, die freiwillig oder unfreiwillig oder gar nicht fasten.
Für alle, die Austausch mögen.
Zum Zuhören oder Rumhängen.
Egal, was gerade los ist - im Innen wie im Außen.

Hier gibt es einen Kamin und eine Ofenbank, ein altes, großes Sofa, Kissen, Decken und einen Schaukelstuhl.
Und als spezielles Highlight: Die Zauberkanne, in der immer gerade das drin ist, was du brauchst.
(Nur hier im Fastenzimmer ;-)!)

Also, dann...

19.03.2025 16:44
Rena

Ich habe dazu vor langer Zeit mal eine treffende Karikatur gesehen: Eine Familie geht an einem Angler vorbei, der alleine am Ufer sitzt. Der Familienvater hat als Gedankenblase den einsamen Angler als Traum, der Angler träumt von der Familie.
Aber damit möchte ich deine Sehnsucht und wohl auch Schmerz nicht schmälern, Mäandera. Ich freue mich auch, wenn ich mal ganz für mich alleine sein kann - inzwischen ist die Sehnsucht danach nicht mehr so stark, weil die Kinder schon 15 und 18 sind und ich da weniger eingespannt bin. Aber ich habe großen Respekt davor, wie es sein wird, wenn sie nicht mehr zu Hause wohnen: ich glaube, das wird für mich ganz schön schwierig. Wir verstehen uns gut. Und Film- und Serienabende mit der Tochter sind einfach zu schön. Dann wird aber auch wieder Neues kommen, das weiß ich schon - und langweilig wird mir auch nicht werden.
LG, Rena

19.03.2025 22:21
Anna

Einen lieben guten Abend in das Zimmer hier. Vorsichtig lunze ich herein, schlaft Ihr schon alle? Ich stelle für alle Ruhe suchenden eine Kanne Gute-Nacht-Tee und eine wärmende Fusscreme und Socken hin. Kommt hier gerne zur Ruhe.
Abi, Deine Zeilen haben mich sehr bewegt. Ich glaube, dieses mit Liebe betrachten, das geht mir in meinem durchgetakteten Alltag oft unter. Da finde ich mich bei Nachtigall wieder, die sich im Trubel nach Ruhe sehnt. Oh wie gut kenne ich das! Wobei es gerade weniger der Trubel als die Verantwortung für alles und jeden ist, mit der ich mich allein fühle und die mich drückt. Und gleichzeitig möchte ich nichts und niemanden missen.
Mäandera, ich wünsche dir ein virtuelles Trüffelschwein, das dich in ein neues Zuhause führen möge. Wenn es bei dir so ähnlich ist wie bei uns in der großen Stadt kann ich mir lebhaft ausmalen wie es dir ergeht….
Wir hatten gestern zwei wirklich gute Gespräche, jetzt geht es um die Umsetzung…..

19.03.2025 22:27
Anna

…. Und davor habe ich richtig Respekt. Liebevoll konsequent zu sein, anzutreiben ohne zu viel Druck zu machen, ihn Kind sein zu lassen und gleichzeitig den Ernst der Lage begreiflich zu machen; ach, da ist sie wieder, die Verantwortung. Und der Teil der Rolle, den ich gar nicht mag. Aber sie muss gefüllt werden im Moment.

Da wünsche ich mir manchmal eine liebe Oma oder Leihoma an der Seite. (Sophia, das finde ich eine tolle Idee! Wir würden dich sofort „adoptieren“ ;-)).

Jetzt aber gehe ich langsam zur Ruhe, ein neuer voller Tag wartet.

Habt eine ruhige Nacht!
Anna

Verantwortung

20.03.2025 08:54
Nachtigall

Ja, da sagst du was , Sophia...
Musst du die denn alleine tragen? Oder kannst du das auch ein bisschen aufteilen? Was ist denn mit dem Papa oder anderen Personen, die an der Erziehung und Bildung beteiligt sind?

Dieser Mental Load, das ewige Zuständigsein, Dran-denken, Organisieren, das irgendwie Tag und Nacht nicht aufhört, das würde ich auch gerne abgeben. Aber dann kommt wieder der Gedanke (bzw. die Erfahrung) "Wenn ich mich nicht darum kümmere, dann macht es keiner", und leider stimmt das meistens. Der Kopf ist nie frei, hinter allem, was ich mal nur für mich tue, steht Zeitdruck und ein schlechtes Gewissen, weil ich mich eigentlich um andere(s) kümmern müsste.
Und dann wünsche ich mir meine Familie ganz weit weg. (Davon kriege ich auch wieder ein schlechtes Gewissen, es ist ein Teufelskreis).

So, jetzt muss ich gleich arbeiten.
Euch einen schönen Tag!
Nachtigall

20.03.2025 09:08
Rena

Guten Morgen! Oh, da ist in der Zauberkanne doch tatsächlich DU DARFST Tee, der hilft wunderbar gegen schlechtes Gewissen.
Seid umarmt, ihr wunderbaren Frauen hier!!!
LG, Rena

Berichtigung

20.03.2025 09:21
Nachtigall

Sorry, Sophia, ich meinte Anna...

20.03.2025 10:25
Mäandera

Ihr Lieben,

dass ich keine eigene Familie habe, war und ist nie schmerzvoll gewesen. Es war Sehnsucht und Drängen.
Ich habe es für mich so gelöst, dass ich in der Kinderbibliothek gearbeitet habe. Da hatte ich Kinder und Jugendliche satt. Von den stolz präsentierten ein-paar-Tage-alten bis zu denen, die schon die anspruchsvollsten Arbeiten für die Schule machen mussten.
Am liebsten mochte ich die Krabbler.

Und ich durfte während der Arbeitszeit Bilderbücher lesen, da herrscht ja so eine tolle Themenvielfalt. Und Medienkombinationen mit Liedern und Bastelanleitungen passend zu den Bilderbüchern.
Kennt ihr Kamishibais? Theatermässige Bilderbuchseiten für eine kleine Kindergruppe.

So jetzt gönne ich mir einen leckeren Chocochino.
Wenn ich eine Adresse habe, schaue ich mir bei der Wohnungssuche vor dem Besichtigungstermin erstmal das Haus und die Umgebung an. Atmosphäre schnuppern.
Gestern war ich in einem Bilderbuchdorf. Absolut entzückend.

Viele liebe Grüsse an euch, seid umarmt.
M.

Hallo :)

20.03.2025 11:42
Abi

Na, bei all dem, was das Leben so von einem verlangt, ist es auch eine steile These, dass es möglich ist, es schön zu haben, indem man seinen Alltag liebt. Das sehe ich ein. Die Bedeutung von "Liebe" wäre da erstmal abzuklären, denke ich. Für mich: Annahme. "Ja" sagen, zu dem was ist. Als Voraussetzung dafür, weiterzumachen. Zu verändern, wo das nötig und möglich ist. Auszuhalten, was nicht zu ändern ist. Annahme auch von dem, was in mir ist: Erschöpfung, Wut, Ärger, Trauer, Angst, Schmerz....
Je mehr es mir gelingt, den Alltag anzunehmen, je mehr nähere ich mich dem Gefühl, dass das Leben schön ist. Dennoch. Trotzdem.

Genau.
Ich bin gerade ein bisschen erschöpft, sage ja dazu und setze mich mit Zauberkaffee in die Sonne. Da bleibt einiges im Haus ungetan. Da sage ich jetzt auch ja. Dann ist das so.

Hier frühlingt es mit aller Macht. Die Vögel schleppen Zweige und Hundehaare in ihre Nistkästen und piepsen und flattern, dass es eine Freude ist! Bei euch auch?

Habt es schön
Abi

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